Schlagwort-Archiv: Kultur

Korsika – ein französischer und italienischer bunter Haufen

19 Aug

Als ich zum ersten Mal auf der Insel Korsika war, hat sich mich von Anfang an verzaubert. Mit ihrem italienischen Flair an der Küste und dem französischen anmutigen Inland ist es kein Wunder, dass die Korsen ein eigenes, unabhängiges Völkchen sein wollen, sind sie doch weder Fisch noch Fleisch.

 

 

Neben der Stadt Ajaccio, in der der Verwaltungssitz ist, und Bastia, der wichtigsten Hafenstadt, ist Sartène als korsischte aller korsischen Städte unbedingt einen Besuch wert. Nach Sizilien, Sardinien und Zypern ist Korsika die viertgrößte Mittelmeerinsel. Und genauso wie in ihren politischen Ausrichtungen sind auch das Klima und die Geologie der Insel von zweigeteilter Natur. Man hat an den Küsten tolle Sandstrände, heißes Klima, während sich im Inneren der Insel, steile Berge, Felsen emporragen, auf denen oftmals bis zum Ende des Frühjahrs noch Schnee liegen kann, und die Natur hier alles im Griff hat.

Zudem durchziehen viele Flüsse Korsika, die die schönsten Erlebnisse bergen. Sie rauschen wild und bahnen sich ihre Wege durch die dichtbewachsenen Wälder. Mein schönstes Erlebnis war, durch die Flüsse zu wandern, zu schwimmen, die großen, aus dem Wasser ragenden Felsen zu besteigen und auf der anderen Seite wieder in das kühle Nass zu springen. Immer wieder muss man sich mit Raffinesse und einem Seil daran machen, entlang den Gebirgsflüssen zu wandern. Und wenn man keine Lust mehr hat, dann lässt man sich im Wasser treiben, springt von Lianen ins Wasser und lässt sich auf einem großen Stein trocknen.

Korsika lockt auch vor allem viele Sportler an: Radlfahrer, Windsurfer und Bergsteiger/wanderer und Kanufahrer. Es ist eben keine kleine Insel, auf der man nicht weiß was man machen soll, sondern es gibt an jeder Ecke etwas zu entdecken.

Auch Geschichtlich hat Korsika einiges zu bieten. Als Geburtsstadt des großen Napoleon Bonaparte wurde sie zunehmend von einem französischen Einfluss geprägt. Dies hatte zur Folge, dass die Korsaren zur Minderheit auf der eigenen Insel. Die Sprache wurde aus Schulen verbannt und die Kultur der Korsaren weiter und

weiter zerstört. So dass sich seit einigen Jahren eine Bewegung, die für die Unabhängigkeit der korsischen Bevölkerung kämpft, heraus kristallisiert hat. Vor lauter Angst, diese Gegenbewegung könnte die Einheit Frankreichs bedrohen, verhielt sich die französische Regierung eher ablehnend den vermeidlich Aufständischen gegenüber. Die Aufspaltung Frankreichs wird nicht zum Wohle einer Minderheit geduldet. Doch schnell musste Frankreich einsehen, dass ein Schutz der korsischen Kultur eingeräumt werden musst, damit sie nicht vollends verschwindet.

So verbirgt sich hinter den steilen Klippen, den sanften Stränden und den wilden, rauschenden Flüssen Korsikas eine immense Vielfalt an Entdeckungen.

New Zealand – eine Reise bis ans Ende der Welt und wieder zurück

19 Aug

Backpacking. Mit wenig Hab und Gut auf seinem Rücken einfach mal los in die Ferne abtauchen. Unbekanntes erleben, Ungewöhnliches schmecken und sich auf etwas völlig neues einlassen. Ein Traum. Ein Traum, den sich die meisten leider nur entweder nach dem bestandenen Abitur oder in den Semesterferien gönnen können.

Fernab vom Massentourismus und von Pauschalangeboten liegt der Inselstaat Neuseeland. Neben dem großen und allseits beliebten Nachbarn Australien verschwindet die Grüne Insel der Kiwis. Doch hier möchte ich die Aufmerksamkeit des verehrten Lesers auf das Land im Südpazifik lenken. Zwar mag es den ein oder anderen abschrecken, über den großen Teich zu fliegen und knapp über 24 Stunden unterwegs zu sein, aber wenn einen mal die Abenteuerlust gepackt hat, ist Neuseeland wirklich ein wunderschönes Reiseziel, um zu entdecken.

Aufgeteilt in Nord- und Südinsel, umgeben von zahlreichen kleineren Inseln (mehr als 700), braucht man schon mehrere Monate, um wenigstens einen Teil des vielfältigen Landes gesehen zu haben. Nicht nur die Vielfältigkeit des Landschaftsbildes, der Pflanzen- und Tierwelt, sondern auch die Städte laden den Reisenden zum Verweilen und Bestaunen ein. Die Hauptstadt Wellington erinnert mit seinen Kneipen, Restaurants und Boutiquen zum Teil an das Münchner Glockenbachviertel. So kann man selbst in der Ferne ein Stück Heimat genießen und bekommt bei 365 Tage Work and travel nicht ganz so schnell Heimweh.

Während den Working Holidays auf Neuseeland arbeitet man meistens in der Landwirtschaft als Erntehelfer und finanziert sich so sein Jahr im Ausland. Hier sollte man aber nie den Fokus zu sehr auf die Arbeit legen, sondern den Reisegedanken immer im Vordergrund sehen, denn man kann nie wissen, wohin einen seine Reise verschlägt und welches Jobangebot auf einen wartet. Für ein Work and Travel Visa benötigt man neben einem schon gebuchten Rückflugticket vorab 4.200 NZD (Währung in NZ). Diese Bedingungen sollen jetzt aber bitte den Reiselustigen nicht abschrecken und davon abhalten, seine unvergessliche Reise nach Neuseeland zu planen und zu verwirklichen, denn Neusseeland ist wirklich jeden Cent und jede Mühen wert!

Wer nun Feuer gefangen hat und sich vom Fernweh hat mitreißen lassen, kann offizielle Informationen rund um Work and Travel in Neuseeland auf der Seite http://www.immigration.govt.nz einholen.

Madeira: Ein Juwel fernab von Europa

29 Jul

Waren Sie schon einmal auf Madeira oder kennen jemanden, der in Kürze auf die Insel reist? Da sind Sie gewiss nicht alleine. Denn die portugiesische Insel, die fast 700 Kilometer westlich der nordafrikanischen Küste liegt, ist voll im Trend. Jedes Jahr pilgern unzählige Touristen auf die anmutige Insel und überzeugen sich selbst von der malerischen Schönheit der gebirgigen Steilküsten, die ins paradiesische Meer abfallen.

Auf der Hauptinsel sowie der kleinen Nebeninsel Porto Santo leben insgesamt 265.000 Menschen. Der bekannteste Sohn Madeiras dürfte wohl Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo sein, der seine Karriere bei Nacional Madeira begann und im Alter von 12 Jahren auf das portugiesische Festland wechselte. A propos Festland: Madeira ist etwa 1000 Kilometer von Lissabon entfernt, und deshalb stellt sich die Frage, ob die knapp 500 km² große Insel eigentlich wirklich zu Portugal gezählt werden kann. Aber die Antwort ist eindeutig: Die Einwohner Madeiras sind trotz der Eigenheiten, die die isolierte Insellage mit sich bringt, typische Portugiesen und haben viele der traditionell portugiesischen Traditionen übernommen.

Zum Beispiel die wunderschönen Azulejos, jene berühmten bemalten Fliesen, die es in Madeiras Hauptort Funchal genauso zu bestaunen gibt wie in Porto oder Lissabon. Auch die madeirische Küche ist wie die Portugals sehr fischlastig. Wer mehr auf Wein steht, wird auch in dieser Hinsicht auf Madeira voll bedient. Der sogenannte Madeirawein wird vor allem, aber nicht nur, für die feine Küche verwendet.

Sie sehen: Madeira ist vielseitig. Diese Insel ist ein wahres Juwel für jeden, der fernab von Mitteleuropa einen entspannten Urlaub verbringen will.

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